Wasserförderung Lange Wegstrecke – Praxisübung am Burgberg

Übung Burgberkonzept

Die Feuerwehr Salzgitter erprobte am vergangenen Sonnabend das neue „Burgberg-Konzept“ im Stadtteil Lichtenberg: Für das dort ansässige Hotel in seiner exponierten Lage existiert für die Wasserversorgung lediglich eine Zuleitung aus dem Trinkwassernetz.

Für ein mögliches Brandszenario ist die Erstversorgung mit Löschwasser zwar grundsätzlich über entsprechende Einsatzfahrzeuge gesichert, eine ununterbrochene Löschwasserversorgung für länger andauernde Einsätze, die einen erhöhten Löschwasserbedarf erfordern, kann über die existierende Zuleitung jedoch nicht sichergestellt werden.

 

Genau hierfür wurde das Konzept entwickelt:

  • Überbrückung eines Höhenunterschiedes von rund 90 Höhenmetern
  •  Verlegung einer rund 1,6 km langen Schlauchleitung von Lichtenberg zum Burgberg

sowie

  • der Einsatz mehrerer Verstärkerpumpen, um vor Ort eine ausreichende Löschwassermenge zu erhalten.

Unter der Federführung von Matthias Jahnke (BF Salzgitter), Michael Rode (Löschbezirksführer LBZ Ost) sowie Kay Wagener (Löschbezirksführer LBZ West) galt es jetzt das Konzept in der Praxis zu testen.

Die Freiwillige Feuerwehr aus Thiede verlegte mit ihrem GW-L Schlauch die Schlauchleitung, die Wehren aus Bruchmachtersen, Lesse, Osterlinde, Reppner und Salder stellten die Wasserentnahme aus dem Hydrantennetz sowie die Verstärkerpumpen für die Förderstrecke.

Am Ende der Leitung simulierten die Freiwilligen aus Lichtenberg die Wasserabnahme über mehrere Strahlrohre

Rund 30 Minuten nach Beginn der Übung hieß es dann „Wasser marsch“ und die rechnerisch ermittelte Wassermenge konnte durch ein Volumenmessgerät (eine freundliche Leihgabe der Werkfeuerwehr VW – Vielen Dank dafür) am Ende der Förderstrecke bestätigt werden.

 

Fazit der Übung:

Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren funktionierte reibungslos, die theoretisch ermittelten Werte konnten in der Praxis nachgewiesen werden. Auch wurden einige Optimierungspunkte erfasst, die im Nachhinein in das Konzept eingearbeitet werden.

Bleibt zum Abschluss nur zu hoffen, dass ein Ereignis auf dem Burgberg, was dieses Szenario erforderlich macht, hoffentlich niemals eintritt.

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