Der Fachzug Rettung – strategisch wichtige Aufgaben im Großschadensfall

Der jüngste Fachzug innerhalb der Feuerwehr Salzgitter ist der Fachzug Rettung. Man mag sich fragen: Es ist doch eigentlich alles Rettung, was die Feuerwehr macht – was ist da anders? Nicht ganz, denn der Fachzug wird nämlich erst bei einer größeren Anzahl von Verletzten, im Fachjargon „Massenanfall“ genannt, alarmiert.

Ab 15 Verletzten übernimmt der Fachzug die Betreuung und Dokumentierung von Verletzten. Diese Aufgabe ist in der Region einzigartig und strategisch nicht zu unterschätzen, wenn viele Blaulicht-Dienste gleichzeitig im Einsatz sind. Die Wehren Reppner, Osterlinde, Engerode, Calbecht und Sauingen stellen die insgesamt rund 130 Einsatzkräfte, die auch bei großen Schadenslagen unterstützend eingreifen und zum Beispiel Tragetrupps, die Verletzte vom Ort des Geschehens wegbringen, stellen oder bei der Personensuche helfen.

Wenn größere Schadenslagen vorliegen, werden Rettungsmittel aus den angrenzenden Gebietskörperschaften angefordert und gesammelt. Der Meldekopf hält den Funkkontakt und weiß so, welche Feuerwehr oder andere Rettungsinstitution mit welchen Rettungsmitteln (zum Beispiel Drehleiter, Rettungsboot, Wärmebildkamera) kommt und koordiniert das Ganze. Der Meldekopf führt und leitet so den Abschnitt „Bereitstellungsraum“.

Der Bereitstellungsraum umfasst dabei vor Ort die einsatzbereiten Einheiten mit ihren Hilfsmitteln. Die werden in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort gesammelt und gegebenenfalls zum Einsatz gerufen. Damit ist gewährleistet, dass die möglichst optimale Hilfe in kürzester Zeit zur Stelle ist. Sollte etwa das Krankenhaus in Salzgitter brennen, könnte ein Bereitstellungsraum auf dem Real-Parkplatz eingerichtet werden. Kontakt und Koordination übernimmt der Meldekopf des Fachzugs.